Technische Universität wird auch in Zukunft Motor für Harburgs Entwicklung sein

HARBURG – In der Sitzung des Stadtplanungsausschusses am 20. Juni 2016 stellte der Leiter der Präsidialabteilung der Technischen Universität Hamburg-Harburg, Dr. Ralf Grote, die Planungen über eine Erweiterung der TU in Harburg vor.

Nach den Planungen der TU wird es in den nächsten Jahren eine Erweiterung der Universität von derzeit etwa 7.200 Studierenden mit 100 Professorinnen und Professoren auf etwa 10.000 Studierende und 135 Professorinnen und Professoren geben. Damit stößt die TU nach etwas mehr als 30 Jahren ihrer Entwicklung in die Kategorie der mittelgroßen Technischen Hochschulen vor. Aber die Entwicklung der TU soll laut Grote nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ erfolgen. Dafür stehen vor allem neue Fachbereiche wie z.B. im Bereich Chemie oder das Querschnittsthema Digitalisierung in der technischen Anwendung aber auch die Verstärkung der sozialwissenschaftlichen Inhalte z.B. bei der Technikvermittlung.

Verbunden war die Vorstellung der Planungen mit einem klaren Bekenntnis zu Harburg als Standort der TU und ihrer geplanten Erweiterung. Benötigt werden in den nächsten Jahren insgesamt ca. 30.000 qm Geschossfläche für Forschung und Lehre, die in Harburg realisiert werden sollen. Der Blick der TU fällt dabei auf den Harburger Binnenhafen, da der Schwarzenberg-Campus mittlerweile keinen Raum mehr für eine derart große Erweiterung bietet. Die Tatsache, dass die TU in den achtziger Jahren ihre Keimzelle dort hatte und auch mit einigen Instituten nach wie vor an der Harburger Schlossstraße ansässig ist und noch viel mehr die positiven Entwicklungen im technologieorientierten Umfeld des Harburger Binnenhafens sind weitere Gründe dort einen weiteren Campus zu errichten. Zu den im Binnenhafen bereits vorhandenen Partnern der TU wie der TUtech und einem Institut des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrttechnik werden sich in nächster Zeit der Innovationscampus for Green Technologies (ICGT) und das Fraunhofer-Centrum für Maritime Logistik gesellen.

Der Vorsitzende des Stadtplanungsausschusses der Bezirksversammlung Harburg und SPD-Kreisvorsitzende Frank Richter sagt dazu: „Die TU Harburg und der Harburger Binnenhafen erweisen sich auch weiterhin als dynamischer Motor der Entwicklung in Harburg. Daher fügen sich die Erweiterungspläne der TU und die Ansiedlung des ICGT und des Fraunhofer-Centrums im Harburger Binnenhafen hervorragend zusammen. Die Erweiterung im Binnenhafen anzustreben ist nicht nur sinnvoll sondern angesichts des innovativen Umfelds geradezu zwingend. Es wächst geradezu zusammen, was zusammen gehört.“

Mittlerweile – so Grote – würden zudem auch knapp 40% der Studierenden in Harburg nicht nur studieren sondern auch wohnen. Vor einigen Jahren wohnte nicht einmal ein Viertel der Studierenden hier. Nach internen Umfragen könnte sich sogar eine deutliche Mehrheit der Studierenden vorstellen, in Harburg zu wohnen, wenn es ein ausreichendes und passendes Wohnungsangebot gäbe.

Richter: „Diese Entwicklung zeigt, dass sich die Attraktivität Harburgs als Wohnstandort in den letzten Jahren deutlich gesteigert hat. Mit inzwischen fertiggestellten Projekten mit Studierendenwohnungen z.B. am Schellerdamm oder in der Lüneburger Straße wurde das Angebot an bezahlbaren Wohnungen für Studierende deutlich gesteigert. Die internen Umfragen der TU zeigen aber, dass wir noch Aufgaben vor uns haben, um die offenkundig vorhandene weitere Nachfrage zu befriedigen und noch mehr Studierende in Harburg als Einwohner begrüßen zu können. Mit weiteren Vorhaben in der Harburger Innenstadt wie z.B. dem Bau eines Studierenden- und Auszubildendenwohnheims am Helmsweg werden die nächsten Schritte hierzu aber bereits in Angriff genommen.“

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