Harburgs Zukunft gestalten – Innenstadt und Binnenhafen entwickeln sich weiter

Die politische Sommerpause ist da. Ein guter Zeitpunkt, zurück zu sehen und zu fragen, wie sich Harburg in den letzten 12 Monaten weiterentwickelt hat.

Die Stadtentwicklung nimmt dabei naturgemäß großen Raum ein, da sie einer der wenigen Bereiche ist, in denen kommunalpolitische Entscheidungen unmittelbar vor Ort getroffen werden und die ebenso unmittelbare Auswirkungen auf das Leben in Harburg haben. Ob Wohnungsbau oder Gewerbeentwicklung, Neubau auf vorher anders genutzten oder brachliegenden Flächen oder Nachverdichtung im Bestand  – diese Dinge haben Einfluss auf das persönliche Umfeld von Harburgerinnen und Harburger und die Zukunft Harburgs.20170525_103031_002

Dass die Harburger Innenstadt aufgewertet werden muss, ist allgemein bekannt. Mehr Wohnungen und dadurch eine Belebung des Bereichs zwischen Moorstraße, Buxtehuder Straße und Finanzamtsknoten sind das Ziel der SPD und der großen Koalition in Harburg. Daher war die Entscheidung des Senats im Januar 2017 richtig, die Harburger Innenstadt zu einem Gebiet der integrierten Stadtentwicklung mit entsprechendem Quartiersmanagement, Quartiersbeirat und Mitteln zu Aufwertung zu bestimmen. Damit ist  die Möglichkeit gegeben, gezielte Verbesserungen der öffentlichen Infrastruktur vorzunehmen und gemeinsam mit den bereits vor Ort wohnenden Menschen die Innenstadt weiterzuentwickeln. Die Neugestaltung des Harburger Sandes wird der Start der auf 6 Jahre angelegten Entwicklung sein.

Zu dieser positiven Entwicklung passt die im April 2017 öffentlich gewordene Nachricht,  dass das Harburg Center – ein langjähriger Schandfleck in der Harburger Innenstadt – nun endlich verkauft ist und in den nächsten beiden Jahren abgerissen und durch einen Neubau vorwiegend mit Wohnungen ersetzt wird. Diese Entwicklung und das Engagement des neuen Eigentümers sind  ein Zeichen für eine Trendwende in der Innenstadt. Denn auch das lange Zeit größtenteils leerstehende Gebäude Lüneburger Tor 8-10 am Harburger Ring hat einen neuen Eigentümer und wartet nun auf eine positive Entwicklung.

Die Umgestaltung der Seevepassage wird in den nächsten Monaten ebenfalls zu einer Aufwertung der Innenstadt führen. Mit den Siegerentwurf aus dem Gestaltungswettbewerb wird die Verbindung vom Gloriatunnel zum Seeveplatz eine erheblich Verbesserung der Aufenthaltsqualität erfahren, vor allem, da mit dem Neubau des Harburg Centers auch die vom siegreichen Architekturbüro vorgeschlagene Freitreppe realisiert werden wird.

Die Technische Universität als einen Motor der positiven Entwicklung Harburgs zu bezeichnen ist in den letzten Jahren Allgemeingut geworden. Die TU hat tatsächlich großen Anteil 20170525_103012nicht nur an der Ansiedlung diverser technologieorientierter Institute und Unternehmen im Binnenhafen sondern durch die wachsende Zahl der Studierenden, die Harburg auch als Wohn- und Lebensmittelpunkt für sich entdeckt haben, auch an der allgemeinen Veränderung vor allem der innenstadtnahen Stadtteile. Eine Entwicklung die noch nicht abgeschlossen ist, denn es werden immer weiter Wohnungen für Studierende gebaut.

So haben im Frühjahr auch die Arbeiten an dem Azubi- und Studierendenwohnheim im Helmsweg begonnen, in deren Erdgeschoss die Freiwillige Feuerwehr Harburg ihre neue Heimat finden wird.

Die Weiterentwicklung Harburgs zu dem Technologiestandort Hamburgs wird nicht nur durch die zwischenzeitlich erfolgte Gründung des InnovationsCampus for Green Technologies (ICGT) vorangetrieben sondern auch durch die nach dem Beitritt Hamburgs zur Fraunhofer-Gesellschaft, Ende 2016 get20170528_095639roffene Entscheidung des Senats, am Kanalplatz ein neues Fraunhofer-Institut für Maritime Logistik zu gründen.

Zu guter Letzt haben Senat und Bürgerschaft nun im Juni 2017 der Wachstumsstrategie der TU Hamburg zugestimmt und die hierfür benötigten Mittel bewilligt. Damit wird die TU in den nächsten Jahren erweitert und am Ende über mehr Studiengänge als heute und etwa 10.000 Studierende und  160 Professorinnen und Professoren verfügen. Hierzu wird ein zweiter Campus im Harburger Binnenhafen gebaut werden, um die Vernetzung mit den externen Instituten wie dem Fraunhofer-Institut, dem ICGT und der Niederlassung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrttechnik sowie dort ansässigen Technologieunternehmen noch weiter zu stärken.

Die Weichen für Harburgs Zukunft in der Innenstadt und im Binnenhafen sind 2017 auf eine positive Entwicklung gestellt.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *