Fokus Binnenhafen

Die Weiterentwicklung des Harburger Binnenhafens zu einem der wichtigsten Innovationsstandorte in Hamburg und zugleich zu einem gemischten Quartier, in dem Wissenschaft, Gewerbe, Hafennutzungen und Wohnungen nebeneinander existieren, schreitet mit großen Schritten auch nach der Sommerpause voran.

Schon in der Sitzung am 18. September 2017 hat der Stadtplanungsausschuss der Harburger Bezirksversammlung den nächsten Baustein für den Wohnungsbau im Harburger Binne20170507_175554nhafen gesetzt. Südlich des Kanalplatzes sollen im Herzen des Binnenhafens neue Wohnungen in Mehrfamilienhäusern entstehen. Im Rahmen des jetzt eingeleiteten Bebauungsplanverfahrens Harburg 72 wird im Frühjahr in einer öffentlichen Plandiskussion die Bebauung diskutiert. Geplant ist, dass entlang der historischen Baulinie an der Straße Kanalplatz sowie im Einmündungsbereich der Harburger Schlossstraße Mehrfamilienhäuser entstehen, in denen u.a. auch bezahlbare Wohnungen mit Mieten zwischen EUR 8,– und 9,– pro Quadratmeter entstehen.

Die seit September 2017 bestehende neue Baukategorie der Baunutzungsverordnung  „Urbane Gebiete“ ermöglicht dabei ein flexibleres nebeneinander von Wohn- und Gewerbenutzung in einem attraktiven Mischgebiet und ist mit seinen leicht erhöhten zulässigen Immissionswerten ideal für die bestehende und zukünftige Nutzungsmischung in diesem spannendsten Entwicklungsgebiet des Hamburger Südens.

Zugleich nimmt auch das von Senat und Bürgerschaft bereits besch20170507_175543lossene Projekt des Fraunhofer Centrums für Maritime Logistik (CML) am Kanalplatz hinter der Fischhalle konkrete Formen an. Nach der Kampfmittelräumung, die im Sommer erfolgt ist, wird der Vorhabenträger in der kommenden Sitzung des Stadtplanungsausschusses am 16. Oktober 2017 nun das Projekt mit dem geplanten Hochbau erstmals öffentlich vorstellen.

An anderer Stelle im Binnenhafen findet nun auch die Planung des Hotels am Veritaskai mit dem Architektenwettbewerb zur Freiraumgestaltung ihren Abschluss. Nachdem es nach zähen Verhandlungen mit dem Denkmalschutz wegen der denkmalgeschützten Kaimauer eine Lösung für die Gestaltung des Bootsanlegers und einen Zugang zum Wasser gibt, können die Wettbewerbsteilnehmer ihre Ideen für die Gestaltung des Hotelumfeldes vorstellen, so dass Anfang 2018 endlich mit dem Bau dieses seit langem geplanten Projekts begonnen werden kann.

Schon im Bau befinden sich die beiden Gebäude am östlichen Bahnhofskanal, in denen auch ein Lebensmittel-Nahversorger für die wachsende Bevölkerung im Binnenhafen vorgesehen ist und der zweite Bauabschnitt des Projekts “Wohnen am Kaufhauskanal” an der Harburger Schlossstraße. Der Fortschritt der Bauarbeiten ist rasant, so dass mit einer Fertigstellung der ersten Gebäude 2018 gerechnet werden kann.

Der Harburger Binnenhafen wird durch die geplanten und in der Durchführung befindlichen unterschiedlichen Vorhaben bunter und zugleich noch lebenswerter. Und es werden nicht die letzten Schritte auf dem Weg der Entwicklung des Binnenhafens sein.

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