{"id":484,"date":"2023-07-04T18:47:03","date_gmt":"2023-07-04T16:47:03","guid":{"rendered":"http:\/\/frank-richter-hamburg.de\/?p=484"},"modified":"2024-03-30T18:48:42","modified_gmt":"2024-03-30T17:48:42","slug":"spd-setzte-in-der-bezirksversammlung-auf-den-themenschwerpunkt-heizen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/frank-richter-hamburg.de\/?p=484","title":{"rendered":"SPD setzte in der Bezirksversammlung auf den Themenschwerpunkt Heizen\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p>Die SPD-Bezirksfraktion hat auf der letzten Sitzung der Bezirksversammlung Harburg vor der Sommerpause ihren Fokus auf das Thema Heizen in Harburg gelegt. Sie nutzte zun\u00e4chst die Aktuelle Stunde, bei der sie in dieser Sitzung turnusm\u00e4\u00dfig das Thema vorgeben konnte, um die Debatte um das Geb\u00e4udeenergiegesetz und die Situation in Harburg zu f\u00fchren. Zugleich hatte die SPD-Fraktion allerdings noch zwei Antr\u00e4ge zum Thema eingebracht, bei denen es um die Potenziale Harburgs bei der Fernw\u00e4rme und die Nutzung von Abwasser bei der W\u00e4rme- und Brauchwasserversorgung im geplanten Neubaugebiet Fischbeker Reethen ging.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In der Debatte ging der Fraktionsvorsitzende der SPD Frank Richter zun\u00e4chst auf die von vielen Unwahrheiten gepr\u00e4gte Diskussion um das \u201cHeizungsgesetz\u201d ein, bei dem Populismus und Polemik Angst und Wut gesch\u00fcrt hatten und dabei den demokratisch wichtigen Diskurs um die \u00c4nderungen zur W\u00e4rmeversorgung im Geb\u00e4udeenergiegesetz vergiftete. Notwendige inhaltliche Diskussionen wurden in der Wahrnehmung verdr\u00e4ngt von Hassrede und pers\u00f6nlichen Diffamierungen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Anschluss verwies Richter auf die positiven Beispiele f\u00fcr lokale und quartiersbezogene Formen der Beheizung, wie z.B. die beiden Eisspeicherheizungen, mit denen der Eisenbahnbauverein in Wilstorf insgesamt rund 1.000 Wohnungen beheizt, sowie auf die geplante W\u00e4rmeversorgung im Neubauquartier Fischbeker Reethen, bei der das Nahw\u00e4rmenetz mit einem Mix aus erneuerbaren Energien wie Geothermie, Solarthermie und Bio-Methan betrieben werden soll. Diese Alternativen zur W\u00e4rmepumpe sollen einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der W\u00e4rmeversorgung beitragen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Richter: \u201dIm Bezirk Harburg zeigt bereits eine gute Anzahl an vorzeigbaren Pilotprojekten, wie die W\u00e4rmewende gerade in den dichter bebauten Bestandsquartieren gelingen kann. Zudem verf\u00fcgt Harburg zwar nicht \u00fcber einen Anschluss an das zentrale Fernw\u00e4rmenetz Hamburgs, bietet aber mit eigenen lokalen Netzen einen guten Ansatz f\u00fcr den Aus- und Neubau von W\u00e4rmenetzen, so dass es neben W\u00e4rmepumpen, die auch bei Mehrfamilienh\u00e4usern effizient eingesetzt werden k\u00f6nnen, auch andere bezahlbare und praktikable Alternativen f\u00fcr die W\u00e4rmeversorgung mit erneuerbaren Energien geben wird.\u201d\u00a0<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Anschluss wurden die beiden Antr\u00e4ge der SPD-Bezirksfraktion diskutiert und beschlossen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Blick auf das geplante Wohnquartier Fischbeker Reethen gehen die Ideen der Genossinnen und Genossen noch weiter. Das Quartier solle ein nachhaltiges Modellquartier werden. Ein neues Kombibad S\u00fcderelbe mit W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung aus Grauwasser, lokale Biogaserzeugung aus Schwarzwasser, Pflanzenkl\u00e4ranlagen zur Brauchwassergewinnung, Solarthermie und Photovoltaik, Regenwasserversickerung sind dabei die Stichworte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine riesige Menge an Abw\u00e4ssern flie\u00dft in den unterirdischen Sielanlagen ungenutzt zu den Kl\u00e4rwerken, wo es aufw\u00e4ndig aufbereitet werden muss. Dabei ist dieses Wasser ein hochwertiger Energietr\u00e4ger. Doch werden die Bestandteile stark durchmischt und m\u00fcssen in den Kl\u00e4rwerken wieder getrennt werden. W\u00fcrden Grauwasser, also f\u00e4kalienfreies, gering verschmutztes Abwasser aus B\u00e4dern, Duschen oder Waschmaschinen und Schwarzwasser, also h\u00e4usliches Abwasser mit f\u00e4kalen Feststoffen &#8211; ohne Grauwasser &#8211; getrennt abgeleitet, k\u00f6nnten Reinigungsprozesse eingespart und enthaltene Energie genutzt werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Quartier Jenfelder Au hat Hamburg Wasser ein entsprechendes Wasserkonzept entwickelt und umgesetzt. Der HAMBURG WATER Cycle\u00ae bietet einen neuen Ansatz in der Abwasserwirtschaft, der mit dem konventionellen Prinzip der Schwemmkanalisation nicht mehr viel gemeinsam hat. So wird das Schwarzwasser, welches bei der Nutzung der Toilette entsteht, vom Grauwasser, also K\u00fcchen-, Bad- und Waschmaschinenabwasser, separiert. Auch das Regenwasser wird beim HAMBURG WATER Cycle\u00ae separat behandelt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die umweltpolitische Fachsprecherin der SPD-Fraktion Claudia Oldenburg sagt: \u201dDas Schwarzwasser eignet sich aufgrund seiner hohen Konzentration an organischen Stoffen f\u00fcr eine Verg\u00e4rung und die Produktion von Biogas. Unter Zugabe weiterer Biomasse kann so Energie in Form von W\u00e4rme und Strom erzeugt werden und die energieintensive Reinigung des Wassers vermieden werden. Mittels der gewonnenen Biogasenergie kann die W\u00e4rmeversorgung des Kombibads \u00fcber ein Blockheizkraftwerk gedeckt werden und zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen Wohneinheiten vor Ort versorgt werden. Die Fischbeker Reethen haben das Potenzial, ein Klima-Vorzeige-Quartier zu werden und wir m\u00fcssen alle M\u00f6glichkeiten nutzen, die der technologische Fortschritt bietet, um zu zeigen, dass es funktionieren kann. Es reicht nicht aus, Energie m\u00f6glichst klimaneutral zu gewinnen, es kommt auch darauf an, Energieverbrauch zu reduzieren und gewonnene Energie effizient zu nutzen &#8211; und das m\u00f6glichst schon am Ort des Entstehens.\u201d\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die SPD-Bezirksfraktion hat auf der letzten Sitzung der Bezirksversammlung Harburg vor der Sommerpause ihren Fokus auf das Thema Heizen in Harburg gelegt. 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