{"id":486,"date":"2023-06-01T18:49:23","date_gmt":"2023-06-01T16:49:23","guid":{"rendered":"http:\/\/frank-richter-hamburg.de\/?p=486"},"modified":"2024-03-30T18:51:54","modified_gmt":"2024-03-30T17:51:54","slug":"486","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/frank-richter-hamburg.de\/?p=486","title":{"rendered":"Aktive Immobilienstrategie f\u00fcr das Phoenix-Viertel\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Phoenix-Viertel besch\u00e4ftigt die Bezirksverwaltung und die Bezirkspolitik schon seit mehr als 20 Jahren. Das Gr\u00fcnderzeitviertel, eine ehemalige Arbeitersiedlung, ist \u2013 trotz aller bisherigen Versuche einer sozialen und baulichen Stabilisierung &#8211; nach wie vor ein sozialer Brennpunkt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zuletzt hatte die Stadt mit einer Ausweisung als Sanierungsgebiet in den Jahren 2005 bis 2014 mit entsprechenden st\u00e4dtischen Ma\u00dfnahmen und F\u00f6rderanreizen f\u00fcr private Eigent\u00fcmer versucht, eine Verbesserung der Situation in einzelnen Handlungsfeldern zu bewirken. Das war in einigen Handlungsfeldern, die die soziale Infrastruktur und den \u00f6ffentlichen Raum betraf, auch durchaus erfolgreich. Im Bereich Wohnen und der Beseitigung st\u00e4dtebaulicher Defizite sind die Ziele allerdings nicht erreicht worden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Da die Wohnungsgr\u00f6\u00dfen im Regelfall maximal nur bis zu 75 qm betragen und die Wohnungen h\u00e4ufig nicht dem modernen Stand entsprechen und vielfach auch \u00fcberbelegt sind, ist auch eine soziale Stabilisierung des Quartiers schwer m\u00f6glich. Zudem ist die Eigent\u00fcmerstruktur kleinteilig mit einem hohen Anteil an Kleineigent\u00fcmern, die h\u00e4ufig \u00fcber wenig Kapital verf\u00fcgen, um in die Modernisierung zu investieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bezirksverwaltung hat jetzt in einem integrierten Projekt in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachbeh\u00f6rden und der Polizei einen neuen Ansatz gew\u00e4hlt. Im Rahmen dieses Projektes zur Aufwertung des Phoenix-Viertels wird ein vielf\u00e4ltiger Ansatz mit ordnungsrechtlichen, sozialen oder baulichen Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der Wohn- und Aufenthaltsqualit\u00e4t sowie zur Stabilisierung der sozialen Struktur verfolgt, der auch die Idee eines aktiven Immobilienmanagements umfasst.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Stadt Dortmund hat bereits langj\u00e4hrige und umfassende Erfahrungen gesammelt mit der Umsetzung eines \u201cIntegrierten Stufenmodell zum strategischen und koordinierten Vorgehen im Umgang mit ordnungsrechtlichen und st\u00e4dtebaulichen Problemimmobilien\u201d. In der Dortmunder Nordstadt liegt eine Problemlage \u00e4hnlich dem Phoenix-Viertel vor. Auch im \u201cLeitfaden zum Umgang mit Problemimmobilien\u201d des Bundesinstituts f\u00fcr Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) von 2019 wurde die Nordstadt beschrieben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses vom 24.04.2023 hatte eine Vertreterin der Stadt Dortmund die Erfahrungen mit dem Stufenmodell und insbesondere die erfolgreiche Immobilienstrategie der Stadt vorgestellt, die darauf beruht, einerseits \u00fcber den Beschluss eines Sanierungsgebiets ein Vorkaufsrecht f\u00fcr die Stadt zu etablieren und andererseits Wohnungsbaugesellschaften zu animieren, aktiv den Versuch zu unternehmen, strategische Immobilien zu erwerben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Vorsitzende der SPD-Bezirksfraktion Frank Richter sagt: \u201cDas nun angelaufene Projekt im Phoenix-Viertel hat mit der gemeinsamen Arbeitsrate von Polizei, Bauamt und Ordnungsamt bereits bemerkenswerte Erfolge bei der Eind\u00e4mmung des Gl\u00fccksspiels und verschiedener baulicher und gewerberechtlicher Verst\u00f6\u00dfe im Bereich des Quartiers erzielt. Auch das erneute Quartiersmanagement mit dem Tr\u00e4ger \u201cTollerort\u201d wird positive Effekte haben. Das Projekt tr\u00e4gt auch bereits den Ansatz in sich, ein Vorkaufsrecht im Phoenix-Viertel zu etablieren, um im Falle des Verkaufs von Immobilien die M\u00f6glichkeit zu haben, dass die Stadt strategisch Immobilien erwirbt, um damit beispielhaft Wohnraum zu modernisieren und neu zu schaffen. Der Bericht aus Dortmund hat aber gezeigt, dass es dar\u00fcber hinaus sinnvoll sein kann, gr\u00f6\u00dfere Wohnungsbausgesellschaften, wie die st\u00e4dtische SAGA oder die Wohnungsbaugenossenschaften zu animieren, aktiv auf Eigent\u00fcmer zuzugehen und ihnen Angebote f\u00fcr den Ankauf von Immobilien zu machen. Bei der Sanierung des Quartiers Heimfeld-Nord Anfang der 2000er hat sich gezeigt, dass das Vorhandensein eines gr\u00f6\u00dferen Grundeigent\u00fcmers wie der SAGA entscheiden f\u00fcr den Erfolg eines solchen Projekts ist, da die Modernisierung und vor allem Schaffung gr\u00f6\u00dferen Wohnungen neue BewohnerInnen anspreicht.\u201d\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Phoenix-Viertel besch\u00e4ftigt die Bezirksverwaltung und die Bezirkspolitik schon seit mehr als 20 Jahren. 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